
30 Mai Lost Place
Nur etwa zwei Kilometer von der Stadtgrenze der polnischen Stadt Kostrzyn an der Oder entfernt liegt ein geheimnisvoller Ort, mitten im Wald, schwer zu finden. Im Jahr 1883 erließ der preußische Kriegsminister Georg von Kameke die allerhöchste Kabinettsorder zur Errichtung eines Fort-Gürtels um Küstrin. Zum Schutz der Festung in Küstrin an der Oder entstanden vier Forts um die Oderstadt. So auch das Fort Zorndorf, erbaut in sechs Jahren aus über 28 Millionen doppelt gebrannter Ziegelsteine. Von hier aus sollten nun die Anhöhen nördlich von Küstrin kontrolliert werden. Am Ende der Bauzeit stellte sich heraus, dass durch die schnelle Entwicklung stärkerer Kanonen die großen Ziegelbauten militärisch keinen Wert mehr darstellten.
Während des Ersten Weltkrieges diente das Fort als Gefangenenlager. Im Zweiten Weltkrieg wurde aus dem Fort Zorndorf eine große Munitionsfabrik. Im Frühjahr 1945 nahmen die sowjetischen Truppen das Fort widerstandslos ein. Das Bauwerk blieb bis dahin erhalten. Später dann sprengte die Rote Armee um Küstrin gefundene Blindgänger auf dem Fortgelände, was zu den heute noch sichtbaren Schäden führte. Eindrucksvoll die hohen Mauern, Gräben, die unterirdischen Gänge, die zum Teil sehr großen Räume. Gewonnen hat eindeutig die Natur, sie hat das Gelände zurück erobert.













